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Federhänger & Federstützen

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Federhänger nach der Montage

Federhänger

Zum Ausgleich geringer vertikaler Dehnungsverschiebungen der Rohrleitungen werden als Halterungen „federnde" Bauelemente eingesetzt. Die Funktion dieser Bauteile beruht auf vorgespannten Schraubendruckfedern, die entsprechend ihrer vorgegebenen Federkennlinie über den Bewegungsbereich eine veränderliche Tragkraft ausüben. Hieraus resultierende Lastabweichungen werden in Abhängigkeit von der Empfindlichkeit des Rohrsystems durch die Rohrsystemberechnung begrenzt.

Die für die Funktion der federnden Bauteile maßgeblichen Grundlagen sind in den Regelwerken VGB R 510 L und MSS SP 58 vorgegeben.

 

LISEGA-Federhänger

Für die optimale Anpassung an bauliche Gegebenheiten sind bei den Federnden Bauelementen verschiedene Bauarttypen verfügbar. Die optimale Auswahl richtet sich nach der Einbausituation.

 

typ21

Federhänger Typ 21

Diese am häufigsten genutzte Bauart ist mit einem oberen Anschluss als Aufhängung ausgerüstet und wird dort eingesetzt, wo die umgebende Struktur einen geeigneten Anschlusspunkt und ausreichenden Einbauraum bietet. Die oberen Anschlüsse können universell mit Standardbauteilen an gegebene Bedingungen angepasst werden.

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Federhänger Typ 22

Wie Typ 21, jedoch als schwere Ausführung für hohe Lasten

Federhänger Typ  25

Federhänger Typ 25

Diese Bauart wird bevorzugt wegen ihrer vereinfachten Einbauweise durch Aufsetzen eingesetzt. Der Anschluss wird über ein durchgeführtes Gestänge hergestellt.

Federhänger Typ 26

Federhänger Typ 26

Wie Typ 25, jedoch als schwere Ausführung für hohe Lasten

typ29

Federstütze Typ 29

Wenn die Umgebungsverhältnisse
keine „Aufhängungen“ zulassen, bietet diese Bauart eine geeignete Alternative als Abstützung.

Bei größeren Horizontalverschiebungen der Auflagerlast und einer Gleitpaarung Stahl/Stahl können auftretende Querkräfte unter bestimmten Voraussetzungen die Funktion der Halterung beeinträchtigen. Es wird empfohlen hiergegen durch den Einsatz von PTFE-Lagern Vorsorge zu treffen. In diesem Fall sollte das Gegenlager mit einer Edelstahloberfläche versehen sein.

Federstütze Typ 28

Federstütze Typ 28

Wie Typ 29, jedoch als schwere Ausführung für hohe Lasten

Gelenkfederstütze  Typ 20

Gelenkfederstütze Typ 20

Im Gegensatz zu den Federstützen Typ 29 können durch diesen Bautyp Querverschiebungen annähernd frei von Querkräften aufgenommen werden. Dadurch werden zwängende Reibungskräfte in allen Ebenen, sowohl in vertikaler als auch in horizontaler Bewegungsrichtung, vollständig ausgeschlossen.

Federstrebe Typ 27

Federstrebe Typ 27

Diese besonderen Bauelemente wirken in Zug-Druck Richtung und werden zur Lagestabilisierung von Rohrleitungen und anderen Anlageteilen bei gleichzeitig dämpfender Wirkung eingesetzt.

Die Anschlussteile entsprechen denen der Produktgruppe 3.

Federhängertraverse Typ 79

Federhängertraverse Typ 79

 

Lasteinstellung und Blockierung

Federhänger und -stützen werden werkseitig auf die Montagelast vorgespannt und in beiden Bewegungsrichtungen blockiert. Die Blockierung ist erforderlich um Zusatzlasten beim Beizen, Spülen oder bei der Druckprobe aufzunehmen. Die werkseitige Einstellung erfolgt auf elektronisch gesteuerten Prüfmaschinen.

  • Die eingestellten Werte bei den Federhängern werden
    auf einem aufgenieteten Typenschild eingestempelt.
  • Die Montagestellung wird auf der Wegskala markiert.
  • Kalt- und Warmstellung werden auf der Wegskala durch
    einen weißen und roten Aufkleber gekennzeichnet.
  • Die Blockiereinrichtung erlaubt eine stufenlose Einstellung,
    die Blockierstücke sind in jeder Stellung wieder einsetzbar.
Federhänger mit GewindestangeFederhänger und -stützen sollen so eingestellt sein, dass Federkraft und Rohrlast in der Kaltlast-Stellung übereinstimmen. Die entsprechende Warmlast-Stellung ergibt sich aus der theoretisch ermittelten Rohrleitungsbewegung (Weg) und der Federrate. Die Differenzkraft aus Kalt- und Warmstellung wirkt im Rohrleitungssystem als Reaktionskraft und ist durch die jeweils zutreffenden Auslegungsvorschriften begrenzt. Im allgemeinen beträgt die max. zulässige Kraftabweichung 25% der Betriebslast. Darüber hinaus sind Konstanthänger einzusetzen, die über den gesamten Bewegungsbereich eine konstante Stützkraft ausüben.

 

Bauartbedingte Vorteile

  • keine Schweißungen (Typ 20, 21, 27)
  • vollständig galvanisch verzinkte Oberflächen
  • speziell vorrelaxierte Federn
  • integrierte Spanneinrichtungen
  • einstellbares Blockiersystem
  • variable Anschlussmöglichkeiten
  • TÜV-Eignungsprüfung
  • über 1 Mio. Anwendungserfahrungen